Wissen für zwischendurch – Wie funktioniert eine Kupplung?

Wie ihr wisst, schreibe ich immer wieder über alltägliche Dinge. Nachdem ich mit meiner Lebensabschnittsgefährten das Thema Kupplung im Auto ausführlich diskutiert (und aufgegeben 🙂 ) habe, dachte ich mir, das Thema könnte den einen oder anderen von euch interessieren.

Wenn man sich einmal die einzelnen Abläufe beim Autofahren hernimmt, wird einem schnell bewusst, welches Bauteil zur Fortbewegung des Autos die wohl grösste Rolle übernimmt: die Kupplung! Doch was ist eine Kupplung überhaupt, wie funktioniert diese und welche Aufgaben übernimmt sie? Um diese Fragen möglichst einfach zu beantworten, habe ich hier mal eine kleine Zusammenfassung mit den wichtigsten Fakten zusammengestellt. Eine Kupplung sorgt für eine Verbindung zwischen Motor und Getriebe und übernimmt in ihrer Position ganz verschiedene Abläufe, beispielsweise beim Anfahren oder Schalten. Bei PKWs werden deshalb vorwiegend lösbare Kupplungen verbaut, um beispielsweise beim Schalten eine kurzzeitige Drehmomentübertragung zu unterbrechen. Schaltet man also einen Gang hoch, unterbricht die Kupplung die Kraftübertragung und übersetzt im nächsten Gang mit einem höheren Drehmoment.

Natürlich ist das der optimale Ablauf, um den Verschleiss von Kupplung und anderen Bauteilen so gering wie möglich zu halten. Hat der Motor im Stand jedoch eine zu geringe Drehzahl, schleift die Kupplung während dem Anfahren, was einen immensen Verschleiss mit sich bringt. Auch beim Schalten in jeweils höhere oder niedrigere Gänge macht sich fehlerhaftes Schalten bemerkbar, beispielsweise durch eine zu hohe oder niedrige Drehzahl des Motors. Klar kann das hin und wieder passieren, vor allem beim Anfahren an Bergen oder gerade im Stadtverkehr, vermieden werden sollte es trotzdem! Ein zu grosser Verschleiss legt sich nämlich nicht nur auf die Kupplung negativ aus, denn auch die Reifen können sich durch falsches Kuppeln schneller abnutzen. Fährt man zum Beispiel mit einer zu hohen Drehzahl an, können die Reifen durch das ruckartige Anfahren durchdrehen. Das Profil nutzt sich ungleichmässig ab, sodass eventuell sogar ein vorzeitiger Reifenwechsel notwendig ist. Naja, ausser man will an der Ampel unbedingt einen Schnellstart hinlegen … 😉

Es sollten deshalb auf ganz grundlegende Fahrverhaltensweisen geachtet werden, um Reifen, Kupplung und Motor so schonend und verschleissarm wie möglich zu behandeln und schwerwiegende Schäden zu vermeiden. Das bedeutet, dass man den jeweiligen Gang immer möglichst optimal an die jeweilige Motordrehzahl, beziehungsweise die Geschwindigkeit anpassen sollte. Beim Anfahren an Bergen kann es helfen direkt im zweiten Gang anzufahren, da ein höherer Drehmoment benötigt wird, um den Motor nicht abzuwürgen. Allein mit diesen zwei Tipps fahre ich persönlich sehr gut, denn ich kann flüssig mit dem Verkehr mithalten und schone die Verschleissteile.

Wem das noch nicht zur Erklärung genügt, bekommt hier ein Video von „Auto Motor und Sport„. Tolle Beiträge zu anderen technischen Autothemen habe ich im Magazin von Tirendo gefunden. Da sind auch spannende Berichte von Motorradtouren dabei, die ich nur empfehlen kann.


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